„Fick dich, Mama.” –
Was dahinter steckt, wenn dein neurodivergentes Kind explodiert
Es war ein ganz normaler Morgen.
Ich bat mein Kind, sich anzuziehen. Keine große Bitte. Zehn Sekunden später stand ich da und hörte:
„Fick dich! Raus aus meinem Zimmer! Ich hasse dich!”
Mein erstes Gefühl? Empörung.
Was erlaubt sich dieses Kind? So würde ich niemals mit meinen Eltern geredet haben. Niemals. Nicht ein einziges Mal.
Dann kam die Überforderung. Diese lähmende Mischung aus Wut, Erschöpfung und dem Gefühl, komplett die Kontrolle verloren zu haben.
Und dann – ganz leise, aber am lautesten von allem – die Scham.
Das kann ich echt niemandem erzählen. Dass mein Kind so flucht. Bei uns. In unserem christlichen Zuhause. Habe ich als Mutter versagt?
Was würden andere Eltern sagen, wenn sie das hören würden? Was würden die Leute in der Gemeinde denken? Hab ich versagt?
Die Scham kommt nach der Empörung – und sie ist laut
Diese Kombination kennen viele Eltern neurodivergenter Kinder. Erst die Empörung: Das lasse ich mir nicht bieten. Dann die Erschöpfung: Warum passiert das immer wieder? Und schließlich die Scham, die sich leise einschleicht: Was würden die anderen Eltern aus der Gemeinde sagen, wenn sie das hören würden?
Lass mich dir etwas sagen, von Coach zu Elternteil:
Das ist kein Versagen deiner Erziehung. Das ist ein überfordertes Nervensystem.
Was in diesem Moment wirklich passiert
Neurodivergente Kinder – ob mit ADHS, Autismus oder Hochsensibilität – haben ein Nervensystem, das schneller in den Alarmzustand kippt als bei anderen Kindern.
Und jetzt stell dir vor: Wir sind kurz vor den Sommerferien. Das bedeutet für dein Kind ein Jahr voller Notendruck, Lärm, sozialer Anforderungen, unerwarteter Situationen und Klassenausflügen liegen hinter deinem Kind.
Das Nervensystem hat monatelang funktioniert, maskiert, durchgehalten.
Der Tank ist leer. Komplett leer.
Und dann kommt noch die Pubertät dazu. Ein Körper, der sich verändert. Hormone, die das Nervensystem zusätzlich durcheinander wirbeln. Ein Kind, das selbst nicht versteht, was mit ihm passiert – und das trotzdem jeden Tag funktionieren soll.
„Zieh dich an” klingt für uns simpel. Für ein Kind, dessen Ressourcen gerade auf null sind, kann das bedeuten: Ich muss jetzt den Übergang schaffen. Ich muss spüren, wie sich Kleidung anfühlt. Ich muss aufhören, was ich gerade tue. Ich muss, ich muss, ich muss.
Das Gehirn schaltet in den Überlebensmodus. Und in diesem Moment ist kein Raum mehr für höfliche Worte – nur noch für Alarmrufe.
„Fick dich” ist kein Angriff auf dich. Es ist ein Hilferuf ohne Worte.
Gott sieht dein Kind anders als die Nachbarin
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man denkt: Was würden andere sagen? Vielleicht hast du Angst, dass andere denken, du hättest keine Grenzen gesetzt. Oder schlimmer – dass dein Glaube nicht „funktioniert”.
Aber denk mal daran, wie Jesus auf überwältigte Menschen reagiert hat. Nicht mit Urteil. Nicht mit „Das schickt sich nicht.” Sondern mit: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.” (Matthäus 11,28)
Dein Kind ist gerade mühselig und beladen. Und du auch.
Was du tun kannst – drei konkrete Schritte
1. Selbst erst regulieren
Du kannst deinem Kind nicht helfen, wenn dein eigenes Nervensystem brennt. Drei tiefe Atemzüge. Wirklich. Bevor du etwas sagst.
2. Weniger Worte, mehr Präsenz
Im Ausbruch helfen keine Erklärungen. Ein ruhiges „Ich bin hier” ist mächtiger als jede Predigt in diesem Moment.
3. Danach – wenn alles ruhig ist – das Gespräch
Nicht als Verhör. Sondern als Verbindung: „Das war heute Morgen schwer für dich. Was ist passiert?” Kinder wissen oft selbst nicht, warum sie explodieren – aber sie merken, ob du sicher bist oder nicht.
Du bist nicht allein
Das Schwerste an dieser Reise ist oft nicht der Ausbruch selbst. Es ist die Einsamkeit danach. Das Gefühl, dass niemand versteht, was zuhause wirklich passiert.
Ich sage dir: Es gibt viele Eltern, die jeden Morgen dasselbe erleben – und schweigen, weil sie sich schämen.
Du musst nicht schweigen. Und du musst das nicht alleine tragen.
Du bist eine gute Mutter. Ein guter Vater. Gottes Gnade gilt auch für die härtesten Stunden.
Dein nächster Schritt
Du willst nicht mehr alleine durch diese Momente? Hier sind drei Wege, wie ich dich begleiten kann:
📞 1:1 Termin buchen
Wir schauen gemeinsam auf deine ganz persönliche Situation – dein Kind, deine Familie, deine Erschöpfung. [Jetzt Termin buchen →]
🎧 Kostenloser Audiokurs: SOS bei Überforderung
Für die Momente, wo du sofort etwas brauchst. Praktische Impulse für zwischendurch – direkt aufs Ohr. [Jetzt kostenlos starten →]

mar
2020
Warum „NEIN“, „GRENZEN“ und „KONSEQUENZEN“ bei deinem Kind nicht funktionieren.
Viele Eltern denken:
„Mein Kind akzeptiert einfach kein Nein."
Aber die Wahrheit ist:
Dein Kind kann es in diesem Moment oft gar nicht.
Wenn ein Kind innerlich überfordert ist, geht sein Nervensystem in Alarm.
Und in diesem Zustand passiert etwas Wichtiges:
❌Es kann keine Grenzen verarbeiten
❌Es kann nicht logisch denken
❌Es kann sich nicht „zusammenreißen"
Es reagiert nur noch.
Bei neurodivergenten Kindern, gibt es eine vielzahl von diesen Überforderungssituationen.
Zusätzlich verschwimmt jedes NEIN, jede Grenze mit der persönlichen Identität. Nicht ich mache etwas falsch, sondern ich bin falsch.
Ich als Person bin falsch.
Deshalb eskaliert es oft genau dann, wenn du eigentlich Orientierung geben willst.
Was dein Kind dann braucht, ist nicht mehr Druck -
sondern zuerst Regulation und Verbindung.
Erst wenn es sich sicher und verbunden fühlt, kann es auch deine Grenze annehmen.
Du machst nichts falsch.
Du siehst nur den Moment, in dem dein Kind nicht mehr kann.
❓Kennst du diese Situationen? Schreib „JA" in die Kommentare.
❗️ Speichere dir das Video für den nächsten schwierigen Moment.
5 TIPPS
DEIN NERVENSYSTEM ZU REGULIEREN
Besonders in der Osterzeit, wenn Familientreffen intensiv werden und Emotionen schnell hochkochen, ist es umso wichtiger, gut für dein Nervensystem zu sorgen. ✨
Hier sind 5 einfache, sofort umsetzbare Tipps zur Regulation:
Blick nach oben & AtmungSchau in den Himmel, atme tief in den Bauch ein und aus – und erlaube dir, langsamer zu werden.
Körperliche NäheEine feste Umarmung von einem vertrauten Menschen kann dein Nervensystem sofort beruhigen.
Kältereiz nutzenLass kaltes Wasser über deine Hände oder dein Gesicht laufen oder nutze einen kühlen Waschlappen.
5-4-3-2-1 Methode5 Dinge sehen, 4 hören, 3 fühlen, 2 riechen, 1 schmecken – komm zurück ins Hier und Jetzt.
Summen, Singen oder LachenDeine Stimme und echte Verbindung helfen deinem Körper, sich zu entspannen.
Speicher dir diese Liste für die Feiertage
KARFREITAG - Gottes großer Liebesbeweis
Heute ist Karfreitag: Gottes JA zu uns wurde mit seinem Tod am Kreuz besiegelt!
Gott dagegen beweist uns seine große Liebe dadurch, dass er Christus sandte, damit dieser für uns sterben sollte, als wir noch Sünder waren. So freuen wir uns nun darüber, dass wir wieder eine Beziehung zu Gott haben – weil Jesus Christus, unser Herr, uns mit Gott versöhnt hat. Römer 5,8+11
Wir wollen so oft etwas verändern.
Das Verhalten.
Die Situation.
Den Alltag.
Und manchmal beginnt Veränderung genau andersherum:
Mit Annahme
Und vielleicht ist genau das
der Anfang für dich und dein Kind“
Kinder alleine im „Wilden Westen“ des Internets
Nicht nur das Internet ist der Wilde Westen.
Auch Streamingdienste sind es.
Was Kinder heute sehen können, ist oft nicht für ihre Augen gemacht.
Achtjährige schauen FSK 16, Gewalt wird normal, Überforderung auch.
Und wir merken es manchmal erst, wenn es zu spät ist.
Kinder brauchen keine „Erwachsenenwelt im Kinderzimmer“.
Sie brauchen Schutz. Begleitung. Grenzen.
Und Erwachsene, die hinschauen.

Wenn der Alltag tobt
In diesem Workshop beschäftigen wir uns gemeinsam mit den zentralen Herausforderungen des Familienalltags. Dabei schauen wir auf typische Belastungssituationen und auf das, was häufig dahinterliegt: das gleichzeitige Aufeinandertreffen unterschiedlicher Bedürfnisse – von Kindern, Eltern und äußeren Anforderungen.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Reflexion persönlicher Werte sowie das Erkennen eigener Energiequellen und Energieräuber. Denn nachhaltige Veränderung im Familienalltag beginnt dort, wo Eltern sich selbst und ihre Ressourcen besser verstehen.
Darüber hinaus betrachten wir, wie die Kraft des Glaubens und das Wort Gottes im Alltag Orientierung geben und inneren Halt schaffen können – besonders in herausfordernden oder überfordernden Momenten.
Auf dieser Grundlage entwickeln die Teilnehmenden alltagstaugliche Strategien, die sowohl die eigenen Bedürfnisse als auch die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigen. Ziel ist es, den Familienalltag einfacher, klarer und verbindender zu gestalten – und Stress spürbar zu reduzieren.
Der Workshop verbindet fachlichen Input, Selbstreflexion und praxisnahe Impulse für den Alltag – ohne Perfektionsdruck, sondern mit Blick auf das, was für jede Familie realistisch umsetzbar ist.

Starke Gefühle und Hochsensibilität

Elternworkshop: Gewaltfreie Kommunikation in der Familie
Nach Marshall B. Rosenberg – mit Rahel Armisen
Möchtest du dein Kind achtsam und liebevoll begleiten – ohne Drohungen, Strafen oder Machtkämpfe?
Dann ist dieser Workshop genau das Richtige für dich!
Gemeinsam tauchen wir in die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) ein. Du lernst, wie du im Familienalltag eine tiefe Verbindung zu deinem Kind aufbaust und Konflikte auf wertschätzende Weise klären kannst – klar, einfühlsam und authentisch.
Inhalte des Workshops:
- empathisches Zuhören
- Gefühle und Bedürfnisse hinter Kritik erkennen
- Ärger und Wut konstruktiv ausdrücken
- Konflikte achtsam und friedlich lösen
Was du sagst, macht den Unterschied.
Lerne, wie du deine Worte bewusst wählst und damit echte Verbindung schaffst – zu deinem Kind, deinem Partner und dir selbst.
Galerie
Alleinerziehenden Café
Alleinerziehend und nicht alleine
Am 26.06.2025 ging unser erstes halbes Jahr im Alleinerziehenden Café zu Ende - bei wunderschönem Wetter und in richtig guter Stimmung
Was für ein Abschluss!
Neue Freundschaften sind entstanden. Tiefe Gespräche und ehrlicher Austausch zu allem, was Alleinerziehende bewegt.
Kinder spielten, während Eltern durchatmen konnten.
Und das Schönste: Du bist nicht allein.
Wir freuen uns riesig auf das neue Halbjahr!
Die neuen Termine stehen fest - melde Dich an und sei beim nächsten Treffen dabei .

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Kreativ KIDS
Bastelspaß für kleine Künstler!
Du hast ein Kind zwischen 5 und 8 Jahren, das gerne malt, klebt, formt und experimentiert? Dann ist unser Kurs “Kreativ Kids” genau das Richtige!
In unserer bunten Werkstatt erleben Kinder jede Woche neue kreative Abenteuer mit Klecksen, Krimskrams und ganz viel Fantasie. Unter liebevoller Anleitung wird gebastelt, modelliert und erforscht – mit jeder Menge Spaß und Kreativpower!
🗓 Immer dienstags vom 02.09. bis 23.09.
🕓 16:00 – 17:30 Uhr
💶 Kosten: 40 €
📍 Familienzentrum Spatz 21, Spatzenstieg 21, 38118 Braunschweig
👉 Anmeldung per E-Mail an: familienzentrum@spatz21.de







